Was habt ihr raus bei dieser Frage? Ich denke, dieser Ikterus ist nicht physiologisch (siehe Normwerttabellen, exzessiv erhöht am ersten Lebenstag). Ein Rhesussyndrom scheidet aus (Schon allein weil Erstgravida) und der M. haemolyticus neonatorum bei ABO-Unverträglichkeit wird als "eher milde verlaufend" bezeichnet. Auf Hepatitis gibts keine Hinweise, so dass ich mich für D entschieden habe. Intrauterin kann das alles schön über Mama entsorgt werden, postnatal gibts keinen Abflussweg -> posthepatische Cholestase, Ikterus. War zumindest mein Gedankengang, sicher bin ich mir aber nicht...
24 mg/dl sind jetzt nicht astronomisch hoch, ich bin eher für AB0 System, weil die cong. Gallengangsatresie jetzt super selten ist
Ich hab genauso gedacht, Seb. Erschien mir am logischsten... :-nix
Hm, Zoid, ich find das schon sehr hoch. Das ist ja nach 10 Lebensstunden kurz vorm Kernikterus...
Hab auch die AB0-Variante gewählt. A, B und E scheiden fü mich so und so aus. Der Rest war mal wieder eine Bauchentscheidung...
Naja, seit wann ist es so, dass es beim IMPP GEGEN etwas spricht, wenn es TOTAL SELTEN ist? :-))
Aber es spricht doch nichts gegen AB0?
Sollte bei D nicht der Anstieg nach der Abnabelung langsamer erfolgen? Die zeitliche Komponente hat mich zu C verleitet...
ich habe die Gallengangsatresie, allerdings findet man kaum was darüber in den Büchern, die ich habe. Progredienter Ikterus nach Geburt, steht im Müller.
Gegen AB0 spricht der mE heftige, rapide Verlauf nach der Geburt. Wie gesagt, der M haemolyticus aufgrund von AB0-Inkompatibilität sollte milder sein. Und ich sehe nicht, was gegen D spricht...
Nunja ich denke halt, daß es eben gegen D spricht, dass sich das Bili innerhalb von 10 h nach Geburt gebildet haben muss, da es ja bis dahin über die Mutter "entsorgt" werden konnte. So einen hohen Turnover hat das HbF nun auch wieder nicht und andere Quellen fallen mir nicht ein...
Aber wie immer hätte das IMPP die Frage eindeutig stellen können durch die simple Angabe direktes oder indirektes Bili...
laut meinem päd buch (Niessen, Thieme Verlag) kann die AB0-Erythroblastose durchaus hohe Biliwerte machen. Auch sonst spricht meiner meinung nach die anamnese für ab0-e. gegen gallengansatresie spricht:
1. sehr selten
2. die kinder "werden erneut gelb", also später (nicht schon nach 10h)
sieht ML genauso
Gegen AB0 spricht doch der negative Coombs-Test, oder?
Bei AB0 ist Coombs immer negativ
Coombs Test kann doch gerade negativ sein bei der ABO Inkom. weil die erst postpartal entsteht, da die IgM AK nicht plazentagängig sind. Deswegen haben sind die Kinder auch intrauterin gesund. Erst postpartal geht es dann los. Ich habe mich deswegen auch für die AB0 Geschichte entschieden.
ich hab die atresie genommen, weil ich mir dachte, warum ist die rhesus-kostellation angegeben aber nicht die AB0? ausserdem, wenn es AB0 gewesen wäre, hätte man auch den ikterus von anfang an und nicht erst nach 24 h. dachte, wenn nach der geburt der ductus venosus zumacht und die leber durchblutet wird, entsteht ja erst das bili und steigt dann erst an....
24 mg/dl ist auch (wenn unkonjugiert) höchstgradig lampenpflichtig.
Atresie: OP in den ersten drei Monaten
nur weil die gallengangsatresie selten ist scheidet sie bestimmt nicht aus (wir kennen doch inzwischen das impp) und ich bin ganz der meinung des ersten kommentars!
Ja Op erst nach 3 Monaten weil man in der Zwischenzeit mit Ursodesoxycholsäure therapieren kann bei der extrahep Form. was ja nicht gegen den Biliwert spricht oder?