Hallöchen..
die Medikamentenverordnung ist nur einer der fehleranfälligen Prozesse in der Klinik.
Vom falschen Medikament bis hin zur falschen Dosierung bis hin zu Doppeltgaben bei fehlender Dokumentation.. es gibt nichts, was es nicht gibt.
Insbesondere empfinde ich die Schnittstelle "schriftliche Verordnung" und "Umsetzung durch das Pflegeteam" als besonders sensibel und überlege gerade, wie wir in unserer Klinik häufige Fehlerquellen vermeiden könnten, indem wir die Medikamentenverordung einheitlicher gestalten.
Darf ich Euch fragen, wie ihr in Eurer Klinik die Medikamentenverordnung handhabt? Verordnet ihr Wirkstoffe, Präparatenamen, relevante Dosis bei Kombinationspräparaten (z.B. Amoxicillin / Clavulansäure) oder Gesamtdosis? Verordnet ihr Verabreichungsabstände oder Maximalgaben bei Bedarfsmedikamenten? Schreibt ihr - sofern ausserhalb der Pädiatrie relevant - die Berechnung der Gesamtdosis hinzu?
Wie würdet ihr die folgenden Medikamente verordnen?
Paracetamol 500 mg, Verabreichungsweg: rektal oder per os, Bedarfsmedikation max. 4 x / Tag 500 mg, Berechnungsweg: Patient mit 25 kg, 20 mg/kg/dosis
*Amoxicillin/Clavulansäure, Verabreichungsweg: i.v., Fixmedikation: 6stündlich 500 mg, Berechnungsweg: Patient mit 10 kg, 50 mg/kg/dosis Amoxicillinanteil
*
*Levetiracetam 100 mg/ml Lösung, Verabreichungsweg: per os, Fixmedikateion: 2 x / Tag 500 mg, Berechnungsweg: Jugendlicher, 50 kg
Ventolin (Salbutamol) Dosieraerosol, Verabreichungsweg: per inhalat., Fixmedikation: 4 x täglich 2 Hübe*
Ich habe die Beispiele bewusst abweichend von meiner Verordnungspraxis aufgeschrieben. Ich such einfach nach möglichen anderen Varianten und "Futter für mein Hirn" :)
Danke!