Ärzte können ihre eigenen Beschwerden schneller zuordnen,als Laien und sich auch deshalb schneller (selbst) behandeln oder in Behandlung begeben.Des Weiteren können sie sich im Notfall,(vielleicht) noch selbst versorgen.Meint ihr deshalb,dass Ärzte länger /sicherer leben?
Wäre mir auch neu, dass Ärzte gesünder leben als andere... vor allem in Bezug auf Drogen, Alkohol und Medikamentemissbrauch soll die Ärzteschaft etwas häufiger zugreifen als andere Akademiker.
Wenn dazu noch die Belastungen vom Schichtdienst, Exposition von Gefahrstoffen auf der Arbeit und so betrachtet werden...
Wäre mal interessant, hat jemand dazu eine Studie ?
Das schon.
Aber jetzt mal als Beispiel.
Ein Arzt sieht eine rote Linie an seinem Bein und denkt,das ist eine Thrompose,die muss schnelll behandelt werden! Also behandelt er sich oder überweist sich zu einem Kollegen und lässt sich behandeln.Er weiß auch,dass er damit nicht ,,rumlaufen"darf.
Herr Meier sieht eine rote Linie und denkt sich,was ist das?Wenn das morgen noch nicht besser ist,gehe ich zum Arzt.Jetzt mjuss ich erstmal auf die Arbeit.Er kann nicht einschätzen,ob er sofort ärztliche Hilfe benötigt oder später.
Das mit der Thrompose war nur ein Beispiel,es kann genauso gut jede andere Krankheit sein.
Also:
1) Thrombose!!
2) Auch Chirurgen haben schon mal in Ihrem Studium gehört, daß Zigarrettenrauch krebserregend und kardiovaskulär nicht günstig ist. Und trotzdem wird besonders in der Chirurgie oft und stark geraucht. Bei Internisten und Neurologen sind es deutlich weniger Raucher. Ich kenne aber auch einen kardiologischen Oberarzt der sich zwischen zwei Koros schon mal gerne eine ansteckt :-))
3) Ich habe mal Statistiken gesehen bezügl der Lebenserwartung von Ärzten. Die Durchschnittserwartung von Ärzten ist größer als die durchschnittliche Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung. Warum? In der Gesamtbevölkerung befinden sich auch Gruppen, z.B. Bauarbeiter oder Schichtarbeiter, die häufiger als andere rauchen oder Alkohol trinken und gerne auch fettreich (Pommes rot-weiß / Schranke) essen. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Ärzten liegt nach dieser Veröffentlichung (ist allerdings schon ca. 5 Jahre her) bei ca. 80 Jahren und entspricht damit der der von Selbständigen. Besser schneiden aber z.B. Pfarrer, Lehrer und Beamte ab.
Gut ist bei Ärzten: manchmal frühere Diagnosestellung, leichterer Zugang zu Medikamenten, im allgemeinen (Chirurgen ausgenommen) weniger Raucher
Nachteilig sind: Stress, u.a. auch durch Schichtdienst, --> Neigung zu Alkoholtrinken (auch bei Ärzten), evtl. auch Beruhigungstabl.einnahme. Berufliches Infektionsrisiko ist da (bes. Hepatitis C), in einigen Fällen auch Bedrohung oder tätlicher Angriff durch Pat. (z.B. durch Drogenabhängige oder Alkis in der Notaufnahme oder Psychiatrie; bin selbst, obwohl männlich und nicht klein und zart, schon 2x bedroht worden). Häufig neigen Ärzte leider dazu, auch ihren Selbstdiagnosen zu vertrauen und begeben sich zu spät erst in weitere fachärztliche Behandlung (Ich kenne z.B. einen Arbeitsmediziner, der bei Behandlung seines nephrotischen Syndroms alles besser wußte)
ärzte kennen sich zwar gut aus, sind aber manchmal genausogut im ignorieren von tatsachen. Auch kennen sie meistens für viele Symptome gutartige und bösartige ursachen... dann denkt man sich noch dazu: Die gutartige ist viel häufiger, also ists bei mir bestimmt auch gutartig. und damit wird das symptom zukünftig schön ignoriert. zB kann das Herzgestolper von einer Herzerkrankung herrühren, vielleicht wars aber auch nur der streß vom schichtdienst ;-)
zu dem suizid: Die Suizidrate ist tatsächlich höher, die Suizidversuchsrate dagegen niedriger. Fazit: Ärzte haben nicht unbedingt häufiger Suizidtendenzen als die Allgemeinbevölkerung. Nur sie wissen eben deutlich besser wie man sich aus dem leben befördert, deshalb bleibts dann seltener beim Versuch....
Definitiv. Bei der nächsten Narkose mach ich das alles selber...intubieren kann ich sowieso am besten :-))
'schuldigung :-blush
Ich denke, es hat schon seine Vorteile, Arzt zu sein. Bei banalen Sachen kann man mal auf den Arztbesuch verzichten und sich selbst therapieren, allerdings wenns wirklich ernst ist, sollte man da einen Kollegen vom Fach ranlassen, man hat doch relativ schnell nach dem Examen ein ziemlich spezielles Wissen.
Da wie schon erwähnt auch ein paar Nachteile dazu kommen, hat man -glaub ich- unterm Strich eher kein Plus an Lebensjahren :-nix
Ich meinte auch eher,dass die Medikamente vielleicht in deinem Arztkoffer vorhanden sind.Blutungen stoppen usw. ,geht als Arzt wahrscheinlich auch leichter.
Von was für einem Koffer redest Du bitte? :-nix Wenn man nicht gerade Hausarzt und damit zu Hausbesuchen unterwegs ist, wirst Du in eher wenigen Autos von Ärzten außer dem Standard-Erste-Hilfe-Kasten eine tolle medizinische Ausrüstung finden. Vielleicht ein paar Viggos und so ein Kleinscheiß, aber ich renne sicherlich nicht bei jedem Shoppingbummel durch die Stadt mit einer kompletten NA-Ausrüstung durch die Gegend.
Im ersten Semester (!) wurde von unseren Soziologen lautstark und publikumswirksam präsentiert: Ärzte haben aufgrund des Stresses häufiger Burnout-Syndrom, Alkohol-/Zigarettenabusus ist stark vertreten, wenn nicht sogar häufiger als im Durchschnittskollektiv, und sowieso sind Suizide keine unbekannte Größe (s.o. :-)) ).
Da freut man sich ja richtig auf das Berufsleben :-))
Und das mit dem Fachwissen und der Selbstbehandlung stimmt schon irgendwie; und wenn es nur mehr Kooperation in Bezug auf medizinische Eingriffe ist. Aber das hilft unserer Statistik trotzdem nicht ;-)