Hallo zusammen,
ich bin jetzt schon eine Weile an meiner Doktorarbeit zugange, und es ist noch nicht zu spät um abzubrechen.
Ich frage mich ernsthaft, warum ich / man eine Arbeit überhaupt macht. Es gibt ein paar gängige Antworten darauf, die ungefähr so lauten:
- Man kann damit an die Uni / in die Forschung gehen
- Es hält einem eben alle Möglichkeiten offen
- Man hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt
- Als niedergelassener Arzt genießt man mehr Anerkennung in der Bevölkerung und hat mehr Zuläufe u.a. Ich habe die Arbeit begonnen, weil es verhältnismäßig überschaubar scheint, als Mediziner eine Arbeit neben dem Studium zu machen, und ich mir eben wie in Punkt 2 alle Möglichkeiten offen halten wollte.
Mehr und mehr widerstrebt mir allerdings die zeitliche Zusatzbelastung und ich würde mich lieber mehr aufs Studium konzentrieren.
Meine Frage an euch: Gibt es überhaupt Belege (z.B. Studien), dass eine Doktorarbeit spätere Chancen im Vergleich zu Mitbewerbern ohne Doktortitel erhöht? Oder ist das noch ein Relikt aus früherer Zeit, als wahrscheinlich ohne Titel nix zu machen war?
Ich selbst kenne ein Beispiel für jemanden, der sich ohne Doktortitel niedergelassen hat und eine Praxis führt, in der er sich vor Patientenzulauf kaum retten kann. Also eigentlich ein gutes Beispiel, dass diese weitläufige Meinung relativ zu bewerten ist, finde ich.
Da ich weder an der Uni Karriere machen möchte, noch eine Chefarztposition anvisiere, fehlt mir momentan wirklich die Motivation um mir die, wie ich finde, wichtige Zeit im Studium durch noch mehr Arbeit zu vermiesen...
Eure Meinungen?? Danke!