Eine Hyperthyreose gibt am Herzen Gas bis zum Anschlag (sprich: positives dromo-, ino- und chronotropes Effekt). Potential für die Manifestation von Arrhythmien und so weiter. Bis auf die Inotropie wirken herzwirksame Glykoside dagegen. Also kein Grund, die Dosis zu verringern. Und bei so einem Teufelszeug würde ich den Teufel tun, die Dosis zu erhöhen.
Und wenn es alleine eine Hyperthyreose mit Tachykardie und arrhythmogenem Potential ist, dann ist es sowieso besser, frequenzbegrenzend mit Betablockern reinzugehen.
Eine Hyperthyreose mobilisiert den Kreislauf. Am Verteilungsraum von Medikamenten ändert das rein garnichts. Es verändert (meistens verkürzt) sich die Zeit, bis das Verhätnis Serum/Gewebespiegel das Äquilibrium erreicht hat. Aber wiederum kein Grund, die Dosis zu modifizieren. Und da herzwirksame Glykoside sowieso einschleichend aufdosiert werden, ist besagte Diskussion rein akademischer Natur.
Hi
doch bei Hyperthyreose muss die Dosis erhöht werden-die Plasmaspiegel sind niedriger,(sagt der Forth).
Keine Ahnung, was der genaue Grund ist, vllt fällt mir ja später noch was ein.
:-lesen
Der Grund ist, daß Glykoside (Ausnahme: Digitoxin) renal eliminiert werden. Einerseits wegen der Effekte der Schilddrüsenhormone auf das Herz, andererseits weil das Herz mehr pumpt und da Glykoside (Ausnahme: Digitoxin) hauptsächlich renal eliminiert werden, dementsprechend die Eliminierungshalbwertszeit mit dem HZV steigt (und dementsprechend mehr Blut durch die Niere gepumpt wird). Aber Hand aufs Herz: die Diskussion ist rein trocken-akademischer Natur.