müssen zZt. im Rahmen einer speziellen Lernaufgabe (im Rahmen der Ausbildung) die Aufgaben unterschiedlicher Gliazellen erarbeiten.
Leider gibt unser Anatomie/Physiologie Buch kaum Informationen zum Thema her, im Roche ist's nicht erklärt und meine alten LK-Aufzeichnungen bringen mich ebenfalls nicht weiter. Bei Wiki weiss ich nicht, inwiefern die Angaben stimmen... kann das schlecht beurteilen ohne die nötigen Kompetenzen auf dem Gebiet.
Ich bin auf der Suche nach einer knappen Beschreibung der jeweiligen Funktion der unten aufgelisteten Zelltypen - vielleicht hat ja jemand von euch ne Idee!? :-blush
Oligodendroglia - Aufgabe?
Mikroglia - Aufgabe?
dann werden noch zwei Gliazellen (nehme ich mal an) gesucht, die folgende Aufgaben haben (einfach ausgedrückt)
............... = stellen eine Vebrindung zwischen Blut und Neuron her
............... = kleiden die Hirnventrikel aus und haben eine sekretorische Funktion
Hier wird in einer weiteren Aufgabe - bezogen auf den Morbus Parkinson - gefragt:
(...) dabei kommt es zu einem mehr oder weniger fortschreitenden Verlust der Schwann-Scheide. Überlegen Sie, welche Symptome auftreten und wie man sich deren Auftreten erklären kann.
Sry für meinen Schmalspuransatz, steh' grad leicht auf'm Schlauch - aber hat der vermehrte "Abbau" der Schwannzellen vielleicht zur Folge, dass die Reizweiterleitung durch das Fehlen der Myelinscheide in irgendeiner Weise "gestört" wird und es dadurch vllt. zum Tremor kommt? Okay, mein Ansatz ist wahrscheinlich grottenschlecht und alles andere als geistreich, aber wirklich erklären kann ich's mir grad nicht wirklich... :-blush
Ich habe grade den Wikipedia-Artikel zu Parkinson durchgelesen, der ist meiner Meinung nach echt gut, da erfährst du so gut wie alles ;-).
Wichtig sind die 3 typischen Symptome Akinese, Tremor und Rigor, ist da auch erklärt.
Den wiki-Artikel zu Morbus Parkinson kannte ich bereits, trotzdem danke für den Hinweis!
Leider wird meine Frage weder im Ursachenteil beantwortet, der sich auf die Zellebene bezieht - noch im Teil, in dem die Kardinalsymptome der Erkrankung vorgestellt werden (da wird die Entsteheung der Symptome ja nur sehr oberflächlich beschrieben).
Kann da leider keinen Zusammenhang erkennen, der sich auf Symptome beziehen, die den Verlust der Schwann-Zellen als Ursache haben... :-notify
Leider wird meine Frage weder im Ursachenteil beantwortet, der sich auf die Zellebene bezieht - noch im Teil, in dem die Kardinalsymptome der Erkrankung vorgestellt werden (da wird die Entsteheung der Symptome ja nur sehr oberflächlich beschrieben).
Kann da leider keinen Zusammenhang erkennen, der sich auf Symptome beziehen, die den Verlust der Schwann-Zellen als Ursache haben... :-notify
Bist du sicher, dass es dabei nicht um GBS gehen soll?
Bei Parkinson gehen jedenfalls definitiv keine Schwannschen Zellen vorloren.
Eine häufig schwere neurologische Erkrankung stellt Morbus Parkinson dar.
Dabei kommt es zu einem mehr oder weniger fortschreitenden Verlust der Schwann-Scheide. Überlegen Sie, welche Symptome auftreten und wie man sich deren Auftreten erklären kann.
Du hast recht, ist mir eben auch aufgefallen.
AAALSO...ich versuch es mal zu erklären:
Eines ist allerdings komisch, die Frage redet von Degeneration der Myelinscheide, aber meines Wissens (bezieht sich auf Lehrbücher und Dozenten) ist es die Degeneration von dopaminergen NEURONEN in der Substsantia nigra.
So, nun wird es etwas kompliziert ;-).
Die Substantia nigra hemmt normalerweise mittels Dopamin den motorikhemmenden Teil des Striatums. Dadurch schüttet es kein GABA zum lateralen Pallidum Segment aus und das lat. Pallidumsegment wird nicht gehemmt. Deshalb schüttet es GABA aus, was wiederum den Nucleus subthalamicus hemmt. Deshalb aktiviert er das mediale Pallidumsegment nicht und die Hemmung des medialen Pallidumsegments auf den Thalamus fällt weg. Daraufhin aktiviert der Thalamus den motorischen Kortex und es entsteht eine Bewegung.
In Kurzform: Die Substantia nigra hemmt normal das motorikhemmende Striaum und wirkt deshalb auf dem oben beschriebenen Weg aktivierend.
Nun kommen wir zum M. Parkinson: Die Hemmung funktioniert nicht mehr, da kein Dopamin mehr ausgeschüttet wird und der motorikhemmende Teil nicht mehr gehemmt wird. Das erklärt die Akinese.
Die beiden anderen Symptome (Tremor und Rigor) entstehen, da die dopaminerge Hemmung der Formatio retikularis nicht mehr stattfinden kann. Beim Tremor betrifft es Rhytmusgeneratoren, die über den Thalamus pulsierende Signale an den Kortex senden. Im Fall des Rigors sind es Efferenzen aus motorischen Zentren, die ins Rückenmark projizieren und so für Kontraktion von Muskeln sorgen.
So, ich hoffe es war halbwegs verständlich...kannst gerne auch nochmal nachfragen wenn was nicht klar ist.
Komisch an der Frage ist auch, dass es im ZNS ja gar keine Schwannschen Zellen gibt, da die Markscheide da von Oligodendrozyten gebildet wird...Schwannsche Zellen existieren definitiv nur im PNS!
Die verschiedenen Funktionen der Microglia sind sehr unterschiedlich.
Es wurde ja bereits gesagt, dass es sich um residierende Macrophagen handelt.
Wichtige Funktionen in der Entwicklung sind offensichtlich das Abräumen von abgestorbenen Zellteilen, ohne dass starke entzündliche Effekte ausgelöst werden. Auch Pathogene im ZNS können phagozytiert werden.
Unter verschiedenen Umständen können Microgliazellen neurotoxische, neuroprotektorische, proinflammatorische oder auch antiinflammatorische Substanzen abgeben.
Es wird von einigen Arbeitsgruppen postuliert, dass Antigene von Microglia aus dem ZNS heraus in Lymphknoten geschleppt werden und dort zur Stimulation von naiven T-Zellen benutzt werden, wie das im Körper sonst eher von Dendritischen Zellen gemacht wird.
Irgendwie scheint die Frage ein klein wenig wirr und wie bereits erwähnt wurde, handelt es sich beim Morbus Parkinson um einen Verlust der dopaminergen Neurone in der Substantia nigra!
@Dormicum: Deine Ausführungen sind für mich jedenfalls absolut nachvollziehbar :) Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast! :-top
Zur Fragestellung... bin ja erst im ersten Jahr, hatten also noch nicht allzu viel Pathophysiologie usw... deshalb bin ich natürlich erstmal davon ausgegangen, dass die Fragestellung sachlich korrekt war (wirklich reflektieren kann man ja leider erst, wenn das Wissen vorhanden ist...), werde unsere Dozentin aber morgen mal drauf ansprechen... dann gibt's (vielleicht) auch 'ne Erklräung.
Danke jedenfalls an euch alle für die superschnelle Hilfe!! ;)