Hallo liebes Forum,
lange habe ich überlegt wie ich das überhaupt formulieren soll. Ich will es mal einfach versuchen. Es ist so: Mir stehen als Anfänger nun die ersten Dienste in der Inneren an und ich bin dann der einzige Arzt im ganzen KH für alle Stationen, Intensiv und Ambulanz. Dieser Gedanke allein macht mich fertig. Kollegen sagen, "mach dir keine Sorgen, du machst gute Arbeit, da mussten wir alle durch." Das hilft mir aber nicht und nimmt mir schon gar nicht die Angst. Klar, man kann den OA anrufen, aber mehr als dreimal wird das (bestimmt) auch nicht gern gesehen und dann noch wegen irgendwelchen "Lapalien" (für IHN).
Fakt ist, es gibt Situationen und Krankheitsbilder, die mich ängstigen und die ich so vorab auch nicht wirklich ausreichend nachlesen kann, geschweige mich denn darauf vorzubereiten.
Spontan kommen mir HRST in den Sinn. Peinlich oder nicht, aber wie gehe ich stringent beim symptomatischen (uncommon) Vorhoffflattern vor? Was gebe ich? Wieviel? Welche Dosis? Wie macht ihr das? Dieses "Medispiel", erst das, dann das, erst soviel,dann mehr, beherrsche ich noch nicht. Mir fehlt die Erfahrung. Wie kann ich da fit werden? Jeder macht es anders.
Auch so eine Sache: Insulinperfusor. Und überhaupt Perfusoren. Wie stellt man das ein? Ab wann? Wie lang? Alles so Sachen, die ich wirklich können will und muss. Überhaupt diese ganzen Notfallsachen. Ich habe mir ein Buch gekauft speziell dafür, das hilft mir aber in konkreten Handlungsweisen nicht. Herold bringt mir irgendwie auch nichts.
Vielleicht könnt ihr mir fachlich helfen, aber auch sagen,was ihr machen würdet und ob es euch genauso ging und v.a. auch wie man wirklich fit wird!
Sollte man seine Ängste bei der Chefin ansprechen? Ich habe Angst, dass ich das nicht schaffe